Turnierhundesport

"Fit und Gesund durch Sport mit dem Hund"

Trainingszeiten
Samstag 09.30 - 11.00 Uhr - 14-tägig


Der Turnierhundesport (THS) ist wohl die Sparte, die an die Hundeführer und die Hunde die größten sportlichen Anforderungen stellt und
ist flächendeckend in ganz Deutschland verbreitet und kann als Freizeit- und Breitensport sowie als leistungsorientierter Sport bis hin zu Deutschen Meisterschaften ausgeübt werden.

        


THS ist die einzige Hundesportart von Bedeutung, bei der sich beide Partner im Team – der Mensch und der Hund – zu gleichen Teilen in das Ergebnis einbringen. Somit spielt für den Erfolg die Art des Hundes nicht die alles entscheidende Rolle im Wettkampfgeschehen. Im THS gibt es deshalb auch verschiedene Altersstufen und eine Trennung nach Frauen und Männern, die für die jeweilige Altersstufe getrennt bewertet werden. 

Zielgruppen:

  • Teams, die sich im Freizeit- und Breitensport betätigen wollen, (ohne an Wettkämpfen teilzunehmen)

  • Teams mit dem Ziel, aktiv am Wettkampfsport teilzunehmen, deren Ausbildungsniveau jedoch noch nicht zur Teilnahme an Wettkämpfen im Turnierhundesport ausreicht

  • Teams mit dem Ziel aktiv am Wettkampfsport teilzunehmen

        

Ziele:
  • Förderung des Gehorsams-Niveaus des Hundes bis zur Perfektion über Motivations-Elemente.
     
  • Förderung des Laufvermögens des Teamführers "Mensch".
     
  • Teilnahme an Wettkämpfen auf Vereinsebene und an Meisterschaften

  • Vermittlung von Erfolgserlebnissen (diese stellen sich bei gezieltem Training relativ rasch ein) sowie das Lernen, Niederlagen als einen Teil des Sports fair hinzunehmen.

        

Methoden:

Die Inhalte der Übungsstunden gliedern sich in:
  • Gehorsams- und Motivations-Übungen, speziell auf den Vierkampf ausgerichtet.

  • Lauf-Training nach den neuesten Erkenntnissen.

  • Geräte-Training in variierenden Kommunikations- und Motivationsparcours, angepaßt an den Ausbildungsstand des jeweiligen Teams.

  • Im Training Aufgabenstellungen durch positive Motivation lösen.

       

 Was bietet der Turnierhundesport?

Der THS setzt sich aus sieben verschiedenen Disziplinen zusammen, die den Sportsgeist von Hund und Hundeführer herausfordern:

    Vierkampf 1
    Vierkampf 2
    Hindernislauf (keine BH erforderlich)
    Geländelauf
    Combinations-Speed-Cup (CSC)
    Qualifications-Speed-Cup (QSC)
    Shorty (keine BH erforderlich)

Erste Disziplin: Vierkampf 1

Beim Vierkampf muss man sich - wie der Name schon sagt - in vier verschiedenen Disziplinen bewegen.

Gehorsamsübung

Der Vierkampf besteht aus den Gehorsamsübungen (ähnlich einer Begleithundeprüfung), bei denen der Hund nach einem festen Laufschema mit Leine und auch in der Freifolge geführt wird. Gezeigt werden Tempiwechsel, Sitzübung und eine Platzübung, jedoch folgt keine Menschengruppe wie bei der Begleithundeprüfung und keine Ablage. Die erlaubten Hörzeichen sind vorgeschrieben.

Download Laufschema Gehorsamsübung

Hürdenlauf

Anschließend n die Gehorsamsübung folgt der Hürdenlauf, bei dem auf eine Strecke von ca.50 m drei Hürden, deren ein Meter Stangen locker aufliegen, vom Hund übersprungen werden müssen. Der Hundeführer muss auf gleicher Höhe nebenher laufen.
Für Stangenabwürfe oder nicht gesprungene Stangen gibt es Punktabzug, zusätzliche Punkte gibt es für einen ohne Leine geführten Hund. Bei dieser Übung gibt es zwei Durchgänge.

Download Laufschema Hürdenlauf

Slalomlauf

Als drittes folgt der Slalomlauf. Hier wird der Hund - wieder mit oder ohne Leine – durch einen mit Stangen abgesteckten Zick-Zack-Kurs geführt, wobei Hund und Hundeführer durch die 7 Tore laufen müssen. Läuft einer von beiden vorbei, gibt es Punktabzug. Der Slalom wird ebenfalls zweimal gelaufen, die Bewertung erfolgt wie beim Hürdenlauf.

Download Laufschema Slalomlauf

Hindernislauf

Als letzte Teildisziplin folgt der Hindernislauf, bei dem der Hund einer Strecke von 75 Metern
(in der Regel in gerader Linie) acht verschiedene Hindernisse zu überwinden hat.
Der Hund kann mit oder ohne Leine geführt werden, letzteres bringt zusätzliche Punkte.
Der Hindernislauf muss ebenfalls zwei mal gezeigt werden.

Download Laufschema Hindernislauf

Zweite Disziplin: Vierkampf 2

Der Vierkampf 2 wird auf der Basis des Vierkampf 1 gelaufen, jedoch mit höheren Leistungsanforderungen. Der Hund wird im Vierkampf 2 nur ohne Leine geführt.
Der Hürdenlauf wird nicht in zwei einzelnen Durchgängen gelaufen, sondern nur einmal,
allerdings mit Hin– und Rücklauf und einer Drehung bei der Wendestange.

Bei den Gehorsamsübungen entfällt die Leinenführigkeit, statt dessen muss zusätzlich die Stehübung gezeigt werden. Für den Vierkampf 2 muss man sich qualifizieren.

Download Laufschema Gehorsamsübung

Download Laufschema Hürdenlauf

Dritte Disziplin: Hindernislauf

Der Hindernislauf besteht aus einer geraden, die je nach Platzangebot zu einem “L“
oder sogar einem “U“ gewinkelt sein kann, auf der 8 Hindernisse stehen, die vom Hund überwunden werden müssen.

Download Laufschema Hindernislauf

Vierte Disziplin: Geländelauf

Den Geländelauf gibt es in zwei Distanzen: 2000m und 5000m.
In jeder Distanz gibt es die unterschiedlichen Altersklassen, denn in dieser Disziplin ist der Altersunterschied der Teilnehmer wohl am wichtigsten.
Der Hundeführer hält die Leine in der Hand, oder die Leine ist mittels eines Bauchgurtes befestigt.
Da im Abstand von einer Minute gestartet wird, kann es durchaus vorkommen, dass man von einem anderen Team überholt wird oder selber überholt.
Der Hund sollte daher beim Vorbeilaufen an Artgenossen keine Probleme haben.

An relevanten Abzweigungen stehen Streckenposten, die auch auf Einhaltung der Regeln achten.
Die Hunde müssen die gesamte Strecke an der Leine, die nicht länger als zwei Meter sein darf, geführt werden.
Geschirre sind erlaubt.
In jeder Alters– und Geschlechtsklasse gewinnt der Läufer mit der schnellsten Zeit.

Fünfte Disziplin: Combinations-Speed-Cup (CSC)

Es ist ein Mannschaftswettkampf mit einem vergleichbaren Staffellauf, bei dem zunächst das erste Team die erste Sektion absolviert, sobald es im Ziel ist, läuft das zweite Team die zweite Sektion und der Abschlussläufer im Anschluss die dritte Sektion.
Entscheidend ist die Laufzeit aller drei Teams zusammen.

Beim CSC gibt es zwei weitere Hindernisse: den Frankfurter Kreisel und die Mühlacker Harfe.
Letzteres sieht aus wie ein umgedrehter Halbkreis.

Ein Lauf besteht aus drei Sektionen mit jeweils etwas unterschiedlichen ( in der Reihenfolge aber vorgeschriebenen ) Hindernisbahnen, in denen auch die aus dem Vierkampf bekannten Slalomtore vorkommen.

Download Laufschema CSC

Sechste Disziplin: Qualifikations-Speed-Cup (QSC)

Beim QSC gehen 8 oder 16 Teilnehmer an den Start. Es werden zwei identische Parcours aufgebaut und jeweils zwei Teilnehmer laufen zeitgleich los. Nach dem K.O.-System kommt der jeweils Schnellere der beiden Teams eine Runde weiter.

Zunächst wird eine Qualifikationsrunde gelaufen, nach deren Ergebnis die Zusammensetzung der gegeneinander starteten Teams festgelegt wird.

Anders als beim Vierkampf oder dem Hindernislauf müssen beim QSC ausgelassene Hindernisse wiederholt werden. Sollte dies versäumt werden, erfolgt eine Disqualifikation dieses Teams.

Download Laufschema QSC

Siebte Disziplin: Shorty

Der Shorty ist der kleine Bruder des CSC.

Die zwei Hindernisbahnen laufen in Kreuzform zueinander. Auch für den Shorty gibt es einen Standardaufbau.

Es laufen zwei Teams in einer “Mini Mannschaft“, deren Gesamtzeit zählt. Wie beim CSC startet zunächst nur ein Hundeführer mit seinem Hund, der Zweite darf erst loslaufen, wenn der Erste seine Bahn vollendet hat.

Shorty heißt nicht, dass die den Sport ausübenden Hunde noch klein sind!
Selbstverständlich machen auch Große mit.

Download Laufschema Shorty

Die aktuelle Prüfungsordnung des VDH zum THS findet Ihr HIER.